Sportler-Mentorat

Mentorenprogramm zur Förderung der Dualen Karriere

Um Spitzensportler frühzeitig auf den Übergang von ihrer sportlichen in ihre zweite, berufliche Karriere vorzubereiten, haben wir in Kooperation mit der Deutschen Sporthilfe ein Mentorenprogramm entwickelt, das zu einem festen Baustein der „Dualen Karriere“ im Spitzensport geworden ist.

Die Herausforderung

Sportliche Karriere vs. berufliche Karriere

Die meisten Spitzensportler in Deutschland stehen vor der Herausforderung, ihre sportliche Karriere und ihre berufliche Karriere parallel aufbauen zu müssen. Aufgrund der hohen zeitlichen Belastung ist es für Spitzensportler oftmals schwierig, sich gezielt auf die Zeit nach der sportlichen Karriere vorzubereiten. Diese Doppelbelastung führt dazu, dass viele Talente ihre Spitzensportkarriere frühzeitig beenden, um sich stärker auf ihre Ausbildung, das Studium oder den Beruf konzentrieren zu können. 

Unser Weg

Unterstützung bei der Vorbereitung auf die zweite Karriere

In Kooperation mit der Deutschen Sporthilfe haben wir im Jahr 2012 das Sportler-Mentorat für Spitzensportler ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist es, Sportler frühzeitig auf ihre zweite Karriere vorzubereiten und so für beide Lebensabschnitte – die sportliche und die berufliche Karriere – Freiräume zu schaffen.
Das Programm richtet sich an aussichtsreiche Athleten, die sich im Fördersystem der Deutschen Sporthilfe befinden. Bereits während ihrer sportlichen Karriere bekommen die Sportler eine erfolgreiche Persönlichkeit aus der Wirtschaft und anderen Gesellschaftsbereichen als Mentor als langfristigen Wegbegleiter an die Seite gestellt. Über mehrere Jahre hinweg sind sie Ratgeber, Sparringspartner und Türöffner für die Athleten, beraten und unterstützen sie bei der Berufswahl, beim Sammeln von Praxiserfahrung und beim Berufseinstieg. Die Zusammenführung der Paare basiert auf einem speziellen Matching-Verfahren. Bis heute wurden über 190 Mentorenpaare erfolgreich zusammengeführt. Evaluiert wird das Programm durch die Sporthochschule Köln.

 

MENTORENPROGRAMM
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FAQ

Mentees können ausschließlich Sportler werden, die sich in dem Fördersystem der Deutschen Sporthilfe befinden und dem Top-Team oder Top-Team Future angehören. Die Auswahl der teilnehmenden Athleten und das Matching erfolgt durch eine gemeinsame Arbeitsgruppe beider Stiftungen.

Um als Mentor in das Sportler-Mentorat aufgenommen werden zu können, bedarf es einer persönlichen Empfehlung durch ein Mitglied eines Gremiums der beiden Stiftungen oder durch einen bereits aktiven Mentor. Daraufhin durchläuft der Mentor einen standardisierten Prozess, der nach beidseitigem Bekenntnis zu der Zusammenarbeit in der Unterzeichnung einer Mentoren-Vereinbarung mündet. Damit verpflichtet sich der angehende Mentor neben der Wahrnehmung seiner Aufgaben auch auf die Werte der Werte-Stiftung sowie der Deutschen Sporthilfe.

Sportler-Mentoren sind Ratgeber, Sparringspartner und Türöffner für den Sportler-Mentee. Sie beraten und unterstützen bei der Berufswahl, beim Sammeln von Praxiserfahrung und beim Berufseinstieg. Gleichzeitig ermuntern, ermutigen und feiern sie Erfolge mit ihren Sportler-Mentees.

Welche Funktion ein Mentor konkret übernimmt, variiert je nach den individuellen Bedürfnissen des Sportlers. Kernaufgabe des Mentors ist es, die jeweiligen Bedürfnisse zu ermitteln und ihren Schützlingen passgenaue Unterstützung anzubieten. Dies kann beispielsweise in Form einer Praktikumsvermittlung, als persönlicher Berufsberater, als Bewerbungsberater oder als Türöffner zu Personen oder Unternehmen erfolgen, die den Sportler weiter bringen können.

Das Matching eines Sportlers mit dem passenden Mentor richtet sich vor allem nach der inhaltlichen Passung zwischen Beruf des Mentors und Studienschwerpunkt und Berufswunsch des Mentees. Ebenfalls sehr wichtig ist auch die räumliche Nähe, damit persönliche Treffen von zwei Menschen mit sehr vollen Terminkalendern realistisch sind.

Seit 2015 wird das Sportler-Mentorat durch die Sporthochschule Köln evaluiert. Ziel der wissenschaftlichen Begleitung ist es, Rückschlüsse auf den Erfolg sowie Ansatzpunkte für eine Verfeinerung des Programms zu ziehen. Die Ergebnisse basieren auf einer standardisierten Online-Befragung der Mentoren und Mentees und lassen sich hier einsehen.

Download der EvaluationsergebnisseDownload