Zehnkämpfer Bechmann siegt „Sporthilfe Start-up des Jahres“

Veröffentlicht am 13. März 2021

Der Hallen-EM-Starter Bechmann überzeugt mit seinem InsureTech „Preventio“ im Online-Voting und vor der Fachjury und gewinnt die DKB-Gründerprämie in Höhe von 12.000 Euro

Der Abschluss der Start-up Academy von Deutscher Sporthilfe und Werte-Stiftung bildet wie immer ein Pitch der Gründungsidee vor einer Fachjury – diesmal aufgrund der Pandemie erstmalig virtuell. Vorangegangenen war ein 2wöchiges Online-Voting für die Öffentlichkeit. Bei beidem setzte sich der Frankfurter Zehnkämpfer Andreas Bechmann mit seiner Geschäftsidee „Preventio“ gegen sechs weitere aktuell oder ehemals Sporthilfe-geförderte Athlet:innen durch.

 

Das InsureTech Start-up „Preventio“ setzt künstliche Intelligenz ein, um Wasserrohrbrüche vorherzusagen und dadurch präventiv Maßnahmen einzuleiten sowie Schäden vermeiden zu können. Die Idee dazu kam Andreas Bechmann und seinen Kommilitonen an der accadis Hochschule in Bad Homburg im Rahmen einer Projektarbeit. „Mit der Gründerprämie können wir die notwendige Infrastruktur für unseren Prototypen aufbauen und kommen der Fertigstellung unserer Software ein ganzes Stück näher“, freut sich Bechmann, der bei der Bekanntgabe des Siegers „über 140 Puls“ hatte und nächstes Wochenende bei der Leichtathletik-Hallen-Europameisterschaft in Torun (Polen) an den Start geht.

 

„Auch die anderen Pitches und Ideen waren sehr gut, vielseitig, mit ganz unterschiedlichen Herangehensweisen und Kompetenzen,“ berichtet Jury-Mitglied und Kuratoriumsvorsitzender der Werte-Stiftung Holger Follmann. „Andreas hat uns durch seine professionelle Präsentation und mit seiner Idee, mit dem Zukunftsthema Künstliche Intelligenz einen Mehrwert für Versicherungsunternehmen und deren Kunden zu schaffen, aber restlos überzeugt.“

 

Neben Bechmann hatten sechs weitere aktuelle und ehemals geförderte Athlet:innen ihre Start-ups präsentiert (alphabetische Reihenfolge):

  • Franz Anton (Kanu-Slalom) betreibt mit de eine Plattform, auf der sich Teilnehmer:innen eines Events zusammenfinden und gemeinsam über diese Plattform eine:n Fotograf:in für dieses Event buchen können.
  • Vivian Hösch (Para-Ski nordisch) entwickelt mit Voll ins Schwarze Team-Building-Maßnahmen im Dunkeln, bei der die sehbehinderte Athletin die Sinne der Teilnehmer:innen für die gegenseitige Wahrnehmung schärfen will.
  • Leon Kaufmann-Ludwig (Shorttrack) hat mit Youth United Apparel eine Marke für ökologisch und sozial nachhaltige Hoodies aufgebaut, die europäische und demokratische Werte an die junge Generation kommuniziert.
  • Peter Kling (Rudern) betreibt und vermietet mit RENOPILA Verkaufsautomaten für Tennisbälle und weiteres Tennis-Zubehör an Tennisvereine und -anlagen.
  • Sören Loos (Kanu-Slalom) entwickelt die App AirGuide, bei der Local Guides ihre Städte vorstellen und mit Audio- und Videobotschaften auf besondere Orte hinweisen können.
  • Julian von Schleinitz (Rennrodeln) entwickelt mit bavarian ai innerbetriebliche Lösungen für den Einsatz von Artificial Intelligence, Machine Learning und Data Security in mittelständischen Unternehmen.