Digitaler Sportverein der Zukunft

Video vom Digitalisierungsprojekt mit der Alexander Otto Sportstiftung und dem TSG Bergedorf

Alexander Otto Sportstiftung fördert Digitalisierung von Vereinen

FUTURY hat gemeinsam mit der Alexander Otto Sportstiftung ein umfassendes Digitalisierungsprojekt zur Unterstützung von  Sportvereinen aufgesetzt. Ziel des innovativen Projekts ist es, den Vereinen Wissen und Instrumente an die Hand zu geben, um die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen noch stärker nutzen und damit praktische Antworten auf eine der zentralen Herausforderungen für die Gesellschaft – auch im Sport – zu geben. Für die Umsetzung hat die Stiftung beispielgebend die TSG Bergedorf ausgewählt. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 70.000 Euro, das hälftig von der Sportstiftung und der TSG getragen wird, und umfasst eine Vielzahl von konkreten Maßnahmen zur Digitalisierung des Vereins.

Nach einer bundesweiten Ausschreibung an deutschen Hochschulen hat „Futury“ Experten unterschiedlicher Fachrichtungen ausgewählt und engagiert, die das Projekt inhaltlich vorantreiben. Dabei handelt es sich um Hochschulabsolventen aus Bremen, Frankfurt, Darmstadt, Mönchengladbach und Münster. 

„Die TSG Bergedorf ist auf dem Weg zu einem digitalen Vorzeigesportverein, der bei der Digitalisierung neue Maßstäbe setzen wird und von dem andere Vereine lernen können. Maßgeblich dafür sind das enorme Engagement, mit dem sich die TSG einbringt, sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Futury-Experten. Das bei dem Projekt gewonnene Know-how wird meine Stiftung allen Vereinen zur Verfügung stellen, um sich selbst auf den Weg der Digitalisierung zu machen“, so Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender seiner Sportstiftung.

„Die TSG Bergedorf gehört sicherlich zur Speerspitze der deutschen Sportvereine. Uns war es jedoch wichtig, auch deutlich kleineren Vereinen einen Zugang zum Themenfeld „Digitalisierung“ zu bieten und ihnen Wege und Möglichkeit an die Hand zu geben, um auch in kleinen Schritten optimistisch diese Herausforderung anzugehen“, so Janne Müller-Wieland, Futury-Gründerin und Hockey-Nationalspielerin. „Es war uns eine große Freude, gemeinsam mit der Alexander Otto Sportstiftung und der TSG Bergedorf ein Themenfeld aufzugreifen, das in dieser absolut auf Machbarkeit und Umsetzung fokussierten Herangehensweise bisher nicht behandelt wurde. Wir freuen uns bereits auf weitere spannende Projekte an der Schnittstelle von Sport und Digitalisierung“, so Henning Daut, Futury-Geschäftsführer.

Ausgehend von einer umfassenden Analyse der Ist-Situation wurde in den letzten drei Monaten gemeinsam mit der TSG Bergedorf in zahlreichen Workshops eine ganzheitliche Digitali-sierungsstrategie entwickelt, die auf die kurz- und langfristigen Bedarfe des Vereins ausgerichtet ist. Sie umfasst insgesamt 14 Maßnahmen, die die TSG nun sukzessive umsetzen und wodurch sie zum digitalen Sportverein wird. Zu den Maßnahmen zählen u.a. ein umfassendes Konzept für die zielgruppengenaue Kommunikation über unterschiedliche Online-Kanäle, die Einrichtung eines Chatbots, die Einführung eines zentralen, digitalisierten Zugangs- und Schließsystems, die Erstellung eines digitalen vereinsinternen Kommunikationskonzepts, die Entwicklung eines digitalen Mitgliederportals und ein Geschäftsmodell, welches Mitgliedern ein Digitales Personal Training anbietet.

„Die TSG Bergedorf hat ihre Angebote in den letzten 30 Jahren erheblich ausgeweitet und ist zum klassischen Quartiersverein, welcher in der Dekadenstrategie des Hamburger Senats erwähnt wird, geworden. Das Thema Digitalisierung beschäftigt uns ständig und daher sind wir froh, dass die Alexander Otto Sportstiftung ein Digitalisierungsprojekt initiiert hat und für die Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie die TSG Bergedorf ausgewählt hat. Sportentwicklung und die Bereitschaft zu Veränderungen finden in erster Linie in den Großsportvereinen in Deutschland statt. Durch die erarbeitete Digitalisierungsstrategie sollen aber auch kleinere Sportvereine animiert werden, sich dem Thema Digitalisierung im Sport zu öffnen und einzelne Aspekte aufgreifen, um entsprechende Veränderungen vorzunehmen. Die mit den Futury-Experten durchgeführten Workshops waren für alle beteiligten TSG Mitarbeiter eine Bereicherung und tragen dazu bei, die 14 Maßnahmen motiviert und zeitnah umzusetzen“, so Boris Schmidt, Vorstandsvorsitzender der TSG Bergedorf.

Digitales Personal Training

In einem zweiten Schritt werden nun die ersten beiden strategischen Maßnahmen umgesetzt. Dabei handelt es sich zum einen um die Einführung eines digitalen Personal Trainings. Das ermöglicht Übungsleitern der TSG online Trainingsdaten der Sportler zu verfolgen, sich mit den Sportlern dazu auszutauschen und sie zu coachen. Neben Vereinsmitgliedern kann dieser online-Austausch auch mit Nicht-Vereinsmitgliedern erfolgen, wobei diese bei Interesse dem Verein als Mitglied beitreten können. Damit erschließt sich für den Verein die große Gruppe der Individualsportler. Zunächst liegt der Fokus auf der Einbindung bestehender Online-Plattformen, wobei sich später auch die Entwicklung einer vereinseigenen App anbieten kann.

Digitales Mitgliederportal

Eine zweite Maßnahme besteht im Aufbau eines digitalen Mitgliederportals, das auf der Ver-einshomepage integriert wird. Das Portal verfügt unter anderem über eine Buchungsfunktion für Kurse und Courts, ein Mitgliederverzeichnis, das von den Sportlern selbst gepflegt wird, wodurch sich der administrative Aufwand reduziert, einen Mitglieder-Chat, eine Verwaltungsfunktion von digitalen Trainingsplänen und einen persönlichen Mitgliederkalender, welcher die Trainings- und Eventtermine eines jeden Mitglieds übersichtlich darstellt.

Handbuch für Nachahmung

Das Digitalisierungsprojekt wird in allen Phasen dokumentiert und abschließend in einem Handbuch aufbereitet, um andere Vereine zu inspirieren. Ziel ist es, dass andere Sportvereine von der Digitalisierung der TSG Bergedorf lernen und selbst den Digitalisierungsprozess einleiten.